„Mit der Lupe suchen”
Reaktionen zu EDITO 04/09 „Noch ganz bemerkenswert” findet Philipp Cueni das Korrespondentennetz der Schweizer Medien in Europa. Einige Lichter flackern jedoch bereits massiv. Da mir von der „Basler Zeitung” und vom „Bund” gekündigt wurde, wird sich zum Beispiel die Zahl der Korrespondenten von Deutschschweizer Medien in Brüssel im nächsten Jahr vermutlich von sieben auf sechs (mit SDA von acht auf sieben) vermindern. Brüssel müsste eigentlich ein Spezialfall sein, weil hier – wie auf keinem anderen Auslandposten – Schweizer Politik- und Wirtschaftsthemen ein grosses Gewicht haben. Die lange Liste von Korrespondenten, welche einzelne Zeitungen aufführen, könnte zudem relativiert werden, indem die ausbezahlten Honorare offen gelegt würden. Viele Posten, insbesondere bei Regionalzeitungen, sind durch deutsche Kollegen besetzt, die damit ihre Euro-Einkünfte mit ein paar Franken aufbessern können. Von praktisch allen Schweizer Kollegen hier und anderswo weiss ich, dass sich die Arbeitsbedingungen seit Jahren ständig verschlechtern. Nebenbei: Zunehmend richtig ist, dass Cueni nur von Korrespondenten schreibt. Nach all den Kündigungen, insbesondere beim „Tages-Anzeiger”, müssen Auslandkorrespondentinnen mit der Lupe gesucht werden. Marianne Truttmann, Brüssel
Nach der Lektüre der vierten Ausgabe von EDITO schliesse ich mich jenen Stimmen an, die des Lobes voll sind: Ihr Medienmagazin ist wirklich gut gemacht! Lesenswert auch für „alte Hasen” im Unruhestand. Treffend der kritische, fachkundige Vergleich zwischen der renovierten NZZ und dem „Tagi”, der ja jetzt optisch auch den Berner „Bund” mitprägt. Eine gewisse Wehmut bleibt zurück, denke ich ans Layout des bisherigen „Bunds”, das punkto ästhetischer Eleganz vorbildlich war und leider geopfert werden musste. Gustav A. Lang, Brissago
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