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8. Februar 2010: Der Verleger und Besitzer der Basler Zeitung, Matthias Hagemann, verkauft das Medienunternehmen im letzten Moment an Tito Tettamanti (75%) und Martin Wagner (25%), nachdem es nach einem Verkauf an die NZZ-Gruppe ausgesehen hatte.

Der CEO Beat Meyer wird durch Jürgen Hunscheidt ersetzt.

Sommer 2010: Die Coop-Zeitung verlagert fast die Hälfte ihres Druckauftrages (total 900‘000 Expl. wöchentlich) von der BaZ zur NZZ.

30. August: Markus Somm wird als neuer Chefredaktor eingesetzt, der bisherige Matthias Geerig auf sofort abgesetzt.

Oktober: Wie später bekannt wird, findet ein erstes Strategie-Seminar der BaZ zusammen mit der Beratungsfirma Robinvest statt.

19. Oktober, es wird bekannt: Die BaZ-Holding wird in WATT Capital Holding umbenannt und der Geschäftssitz nach Zug verlegt. Domiziliert ist diese in der Kanzlei des Zuger Advokats Ernst Brandenberg, dessen dort tätiger Sohn Manuel Brandenberg führender Zuger SVP-Politiker sowie Verwaltungsratsmitglied der SVP- und AUNS-nahen Zeitung Schweizerzeit ist.

Oktober: Umstrukturierung der Führung. Martin Wagner gibt die operationellen Funktionen ab, bleibt Präsident des Verwaltungsrates. Roland Steffen wird an Stelle von Jürgen Hunscheidt CEO.

14. November: Durch die NZZ am Sonntag wird bekannt, dass die Basler Zeitung an die Firma Robinvest von Christoph Blocher ein Beratermandat vergeben hat.

16. November: Via Internet wird der Aufruf „Rettet Basel“ lanciert und innert etwa 2 Wochen von 18‘000 Personen unterzeichnet. Verlangt wird: „Ich habe genug von Blocher, Somm und Tettamanti. Die Stadt Basel hat eine Tageszeitung verdient, die unabhängig denkt und kein Hebel für die SVPisierung der Schweizer Medienlandschaft ist.“

Es sollen innert weniger Tage 1500 Abo-Kündigungen eingegangen sein.

Die Redaktionsversammlung der BaZ verlangt ultimativ den Abbruch des Mandates an Blocher und entzieht dem Chefredaktor das Vertrauen.

17. November: Chefredaktor Markus Somm deklariert in einem Leitartikel sein publizistisches Verständnis.

22. November: Eine schon länger geplante Rede von Tito Tettamanti an der Uni Basel zu „Mediokratie - Die Macht der Medien: eingebildet oder real?" wird kurzfristig abgesagt.

22. November: Die bisherigen Besitzer Tettamanti/Somm verkaufen das Unternehmen „Basler Zeitung“ kurzfristig an den Basler Unternehmer Moritz Suter. Das wird an einer Medienkonferenz vom 24.11. kommuniziert.

Der neue Besitzer verspricht eine Basler Zeitung für alle Leser, bricht die Geschäftsbeziehung zu Robinvest (Christoph Blocher) ab und legt den Geschäftssitz der BaZ unter altem Namen von Zug zurück nach Basel. Chefredaktor bleibt Markus Somm.

Moritz Suter spricht von einer schwierigen oekonomischen Lage bei der Basler Zeitung, einige Tage später prognostiziert er schwarze Zahlen für die BaZ innert einem Jahr. Markus Somm stellt einen Stellenabbau in Aussicht.

7. und 9. Dezember: Im Theater Basel und an der Uni finden zwei Diskussionsveranstaltungen zur BaZ mit insgesamt etwa 1000 Teilnehmenden statt. Themen sind auch die intransparente Finanzierung des Kaufs durch Moritz Suter und der rechtslastige Kurs des BaZ-Chefredaktors Markus Somm.


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