vom 1.3.2011
Der Abschnitt "Handlungsfelder" im Kapitel "Medien und Kultur" im Wortlaut: "Diese Vision ist nur dann realisierbar, wenn digitale Medien einerseits und Anbieter klassischer publizistischer Leistungen andererseits gleichermassen von guten Rahmenbedingungen profitieren. Hohe publizistische Qualität und Vielfalt erfordern leistungsfähige private Medienanbieter. Es gilt, die Unabhängigkeit der Medien unbedingt zu wahren und marktverzerrende Regulierungen auf ein Minimum zu reduzieren. Konkrete Handlungsfelder sind: ▪ Kein falsch verstandener Service public: Der Service public im Mediensektor ist angesichts der neuen digitalen Realitäten einer vertieften Prüfung zu unterziehen. Die öffentliche Finanzierung der SRG und deren Ausdehnung in weitere Medienbereiche wirken zunehmend marktverzerrend. Die erwünschten Onlineaktivitäten der SRG sind klar zu umschreiben und gegenüber dem Status quo einzuschränken. Als Ausgleich zum Gebührenprivileg der SRG sind – speziell im Onlinebereich – gleich lange Spiesse für die privaten Anbieter sicherzustellen. Die Finanzierung ist analog zu den privaten Sendern auf den Bereich des Service public zu beschränken. ▪ Leistungsschutzrecht für Medienunternehmen: Mit der Digitalisierung steigt die Gefahr, dass Rechte im Bereich der Publizistik ignoriert werden. Entsprechende Schutzrechte fehlen, wodurch die Finanzierung des Mediensystems gefährdet ist. Ein Leistungsschutzrecht für Medienunternehmen ist zu prüfen. ▪ Werbefreiheit: Zunehmende Werbeeinschränkungen gefährden das finanzielle Fundament freier Medien. Ausserdem reduzieren Werbeverbote die Möglichkeit, über Produkte zu informieren – dies schadet dem Wettbewerb. Ein freier Markt braucht auch Werbefreiheit. Auf weitere Werbeverbote für private Anbieter ist zu verzichten. ▪ Medienkompetenz fördern: Kompetente Mediennutzer sind in der Lage, die Stärken und Schwächen einzelner Mediengattungen für ihre Bedürfnisse richtig einzuschätzen und sind sensibilisiert für die Fragen im Zusammenhang mit dem geistigen Eigentum. Sie werden in Zukunft wohl auch eher bereit sein, für qualitativ hochstehende Onlineinhalte einen angemessenen Preis zu entrichten. Die Anstrengungen auf der Bildungsebene zur Förderung kompetenter Mediennutzung sind deshalb konsequent weiterzuführen." Ganze Studie unter
© EDITO 2011 |